"ZeiTRaum"

Ein Gesamtkunstwerk unterschiedlicher Genres




ZeiTRaum

Anlass zum Thema gab natürlich in erster Linie das aktuell bestehende 10-jährige Jubiläum von K-art-on e.V. In der heutigen Zeit ist es durchaus keine Selbstverständlichkeit einen solchen langen Zeitraum zu "überleben" noch dazu als Künstlergruppe, wo es doch bekanntermaßen von ausgeprägten Individualisten wimmelt. Es zeugt von einem festen Willen und der Bereitschaft sich auf eine Gemeinschaft einzulassen, die gegenseitige Befruchtung anzunehmen, sich als einzelner Künstler sowie als Verein weiter zu entwickeln, Dinge anzustoßen, gedankliche Prozesse auszulösen.
"ZeiTRaum" auch deshalb, weil es den Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichermaßen bietet. Ein Zeitraum ist ein mehr oder weniger ausgedehnter, vom Wechsel der Ereignisse, von Eindrücken, vom Verlauf der Geschehnisse erfüllter Teil der Zeit. Ein Zeitraum im Jahreswechsel, im eigenen Leben, in der Umwelt, bis hin zur Vergänglichkeit, sind zeitliche Abschnitte, die verändern und prägen. Ob angenehm oder unangenehm, gewollt oder ungewollt, sie hinterlassen Spuren. Die Empfindung von Zeit und Raum ist für jeden ganz individuell und sehr persönlich. Ohne Zeit gibt es keine Veränderung im Raum und umgekehrt.

Der konkrete Raum unterliegt einem Verfall und ist es mitunter wert, als Zeitzeuge der Vergangenheit, erhalten zu werden. Ein Raum spiegelt zunehmend den Zeitgeist wieder. Schließlich richtet man sich heutzutage nicht nur einmal fürs Leben ein, sondern mit der Ver-Änderung eines Bewohners wird sein individueller Geschmack auch im Raum sichtbar. Farbe, Möblierung, Licht und Schatten beeinflussen den Raum und geben Stimmungen wieder. Utopien und Visionen können in den eigenen "vier" Wänden ebenso widergespiegelt werden, wie althergebrachte Traditionen. Jede Veränderung im Raum beansprucht eine gewisse Zeit, hier sind Zeit und Raum also untrennbar miteinander verknüpft. Selbst als Metapher bietet Raum eine Unmenge gestalterischer Möglichkeiten.

Der Traum bricht hier mit allen vorangegangenen Definitionen. Er kommt emotional, surrealistisch, mystisch daher und besetzt für einen unbewussten Zeitraum unseren Kopf. Schon Sigmund Freud hat sich in seiner Psychoanalyse mit dem Traum ausgiebig beschäftigt. Aneinandergereihte Bilder und Gedanken bauen sich auf, verflüchtigen sich wieder, lösen Ängste aus, setzen Wünsche frei, werfen Fragen auf. Träume können wir nicht verändern, sondern sind dieser Welt bis zum Aufwachen ausgeliefert. Ohne jede Quelle der Vernunft setzte nicht nur Salvator Dali die psychoanalytischen Ansätze in seinen surrealistischen Werken um. Ein Traum erlaubt uns, virtuell alles zu tun, anstatt aufzuwachen und es wirklich zu tun.

Die Künstler Bärbl Auer, Helga Cappel, Gisela Engelmayer, Traudl Gilbricht, Bernd Henkel, Monika Herlein, Wolfgang Post, Gitta Schumann-Mueller, Lucie Sommer-Leix und Eva-Maria Urbat präsentieren ihre Werke unter Einbeziehung aller künstlerischer Genres. K-art-on e.V. freut sich auf zahlreiche Besucher, Gespräche und Diskussionen vom 26.09. bis 05.10.2014 im Hofgartensaal Kempten. Wir sehen uns!

tägl. Öffnungszeiten: 11 - 19 Uhr






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